Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft – Liberaler Umweltschutz

Der Schutz unserer Natur ist – wie man an den aktuellen Debatten um Artenschutz und Biodiversität sehen kann – eine der aktuell wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Allerdings wird häufig nur auf Verbote, Subventionen und Verordnungen gesetzt. Innovativen Ansätzen und dem Spiel von Angebot und Nachfragen wird kaum Raum eingeräumt. Uns Jungen Liberalen ist es wichtig neue Wege beim Natur- und Artenschutz aufzuzeigen, um ein Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie herzustellen. Dabei wollen wir auf Bildung, freiwillige Kooperation und Marktmechanismen setzen, um die Kulturlandschaft, die das Allgäu ausmacht zu erhalten.

Naturnaher, gelenkter Tourismus – Freizeit mit Mehrwert

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Allgäu. Um nachhaltig vom Tourismus zu profitieren müssen wir aber die Kulturlandschaft als Grundlage für unsere Attraktivität erhalten. Das Konzept des gelenkten Tourismus spielt dabei eine entscheidende Rolle.

  • Mountainbike-Park für das Allgäu schaffen (Mittag)

Die Jungen Liberalen Allgäu setzen sich für einen attraktiven und professionellen Mountainbike-Park im Allgäu ein. Dieser kann dabei helfen die Natur zu schützen, indem Downhill-Biker einen Anreiz haben naturbelassene Gebiete, wie Rückzugsorte für seltene Arten – gar nicht erst anzusteuern.

  • Haftungsübernahme und Pflege für Mountainbike-Trails auf privatem Grund durch Kommunen

Auch sollen Mountainbikestrecken auf privaten Wegen bei Bedarf für den jeweiligen Kommunen gepflegt und die Haftung für Unfälle übernommen werden. Dies könnte eine Lösung für das Spannungsfeld zwischen Grundbesitzern, Bikern und Naturschützern sein.

  • Ausgewiesene Naturcampinggelände in den Alpen ermöglichen

Wildcamping in den Alpen erfreut sich aktuell großer Beliebtheit. Leider zu Lasten der Natur. Einzigartige Orte wie der Schrecksee in Oberstdorf werden immer öfter Schauplatz von Umweltverschmutzung. Allerdings ist ein reines Verbot des Campings nicht zielführend. Wir Jungen Liberalen befürworten stattdessen die Schaffung von ausgewiesenen Naturcampinggeländen in den Alpen, an denen Menschen der Leidenschaft des Zeltens nachkommen können. Betreut werden sollen diese Plätze von „Rangern“, die dafür sorgen, dass keine Schäden für Flora und Fauna entstehen.

  • Canyoning nicht verbieten – Kontingente für Betreiber

Die Allgäuer Natur bietet die Möglichkeit für verschiedenste sportliche Aktivitäten, so auch für das sogenannte „Canyoning“. Dieses Verpflichtende Weiterbildung für Canyoning Guides

  • Regionale Produkte Vermarkten – Allgäu GmbH

Um die Wertschöpfung von Ort zu halten und regionale Produkte besser zu vermarkten muss eine Regionalmarketing, wie es beispielsweise die Allgäu GmbH betreibt unbedingt beibehalten werden.

  • Naturerlebniszentrum Alpin in Oberstdorf ansiedeln – Konzept für das gesamte Allgäu

Das 2018 von Ministerpräsident Dr. Markus Söder ins Leben gerufene „Naturerlebniszentrum Alpin“ ist eine Bereicherung für unsere Region. Allerdings sehen wir aufgrund der höheren touristischen Nutzung Oberstdorf als sinnvolleren Standort. Statt Beschwichtigungspolitik wäre eine vernunftorientierte Vergabe von Mitteln für den Naturschutz geboten. Der Naturpark Nagelfluhkette hat vorgemacht, wie ein erfolgreicher kooperativer Naturschutz aussehen kann. An diesem Beispiel muss sich das Naturerlebniszentrum messen lassen.

  • Ausbau von Information für Naturnahen Tourismus insbesondere für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer

Der Trend hin zu individuellem Sporttourismus bringt Probleme für die Artenvielfalt im Allgäu mit sich. Seltene Tiere wie der Auerhahn oder das Raufußhuhn sind auf ruhige Rückzugsorte angewiesen. Skitourengeher oder Schneeschuhwanderer dringen häufiger in Gebiete ein, die solche Rückzugsorte darstellen. Hier allerdings auf Verbote und Überwachung zu setzen ist weder praktikabel noch in Bezug auf unser Freiheitsverständnis hinnehmbar. Wir sprechen uns dafür aus die Sportlerinnen und Sportlern durch Informationen für den Naturschutz zu sensibilisieren. Dies ist aus unserer Sicht der nachhaltigere und wirkungsvollere Weg.

  • Entwicklung einer Allgäu-weiten Tourismusstrategie für naturnahen Tourismus (Allgäu GmbH)

Es ist wichtig die Nachhaltigkeit und die Kooperation zwischen Tourismuswirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz als Ziele für die Tourismusstrategie des Allgäus anzuerkennen und zu festigen. Die Kommunen haben dabei die Aufgabe die Moderation unter den Interessensgruppen zu führen und einen Ausgleich zu schaffen.