Datenkrake Schufa einschränken!

Die Schufa sammelt wie ein Nachrichtendienst Millionen von Daten und gibt sie an interessierte Personen, Banken usw. heraus. Der Bürger, der von diesem Datensatz erfasst wird, erfährt nicht, was für Auskünfte die Schufa an den jeweiligen Interessenten herausgegeben hat. Er kann sich zwar einmal im Jahr seinen Datensatz anfordern, ob das jedoch der Datensatz ist, der herausgegeben wird, kann nur erahnt werden. Wir fordern den Gesetzgeber auf, die Rechte und Pflichten der Schufa neu zu definieren und zu begrenzen.

Wir fordern konkret:

  1. Jeder Bürger hat auf Antrag das Recht kostenfrei über neue Einträge bei der Schufa informiert zu werden.
  2. Die Einführung eines Widerspruchsrechtes für die Führung im Schufa Register. Dabei sollen private Geldinstitute und Unternehmen die Möglichkeit bekommen, Verträge mit nicht Schufa geführten Personen abzulehnen.
  3. Die Schufa darf nur Daten über die Kreditwürdigkeit sammeln, die aus dem Zahlungsverhalten des Betroffenen stammen. So müssen Scoringmodelle unzulässig sein, die auf reinen Annahmen beruhen (bspw. Wohnort, Familienstand etc.). Hingegen sollen Daten aus dem Zahlungsverhalten wie Kreditrückstände etc. zulässigerweise verwenden werden dürfen.
  4. Die Schufa hat unmittelbar nach Übermittelung der Daten, ohne Fristen, nach Wegfall aller Negativgründe (beispielsweise Löschung durch Rückzahlung von Schulden) die Löschung aller relevanter Daten vorzunehmen.