“What’s up Europe?” – Liberale Jugendorganisationen diskutieren grenzübergreifend über Europapolitik

Beim Talk der Jugendorganisationen der FDP und der österreichischen NEOS mit den Europaabgeordneten Moritz Körner (FDP) und Claudia Gamon (NEOS) wurden die aktuell größten Probleme der Europäischen Union sowie mögliche Lösungsansätze besprochen. Insbesondere beschäftigten sich die Jungen Liberalen und die NEOS damit, wie die europäische Zusammenarbeit gestärkt, und demokratische Prinzipien in den Mitgliedsstaaten geschützt werden können. Laut Claudia Gamon stünde man in der liberalen Verantwortung, die Opposition in den Ländern zu unterstützen, in denen Rechtsstaat und Grundrechte von Autokraten untergraben werden. Andernfalls würde Europa die Werte verraten, für die die EU steht. Auch in Ländern wie Ungarn oder Polen werde es ein Leben nach der aktuellen Regierung geben, daher sei es unklug, diese Staaten zu ignorieren oder gar auszuschließen, so Körner.

Darüber hinaus sei es laut Körner wichtig, dass zwischen der EU und den Mitgliedsstaaten kein, “fingerpointing” betrieben werde und man sich die Schuld gegenseitig in die Schuhe schieben wolle, sondern dass durch eine klare Verteilung der Kompetenzen Transparenz geschaffen werde. Wie gut die europäische Zusammenarbeit dann funktioniere, zeige der Wiederaufbau des Binnenmarktes nach der ersten Corona-Welle und den damit einhergehenden Grenzschließungen.

Gamon forderte eine bessere Zusammenarbeit der nationalen Parlamente mit dem Europaparlament. So sei es in ihrem Heimatland Österreich normal, dass Europaabgeordnete im Rahmen einer Europastunde in das nationale Parlament eingeladen würden. Sie verstehe nicht, warum das in Deutschland nicht passiert.

Michelle Diepolder, Vorsitzende der Jungen Liberalen Allgäu, sieht die Veranstaltung mit über fünfzig Teilnehmern als vollen Erfolg.

Auch Kai Fackler, jungliberaler Bundeskandidat im Wahlkreis 257, ist stolz: “Wir konnten heute im Rahmen dieser Veranstaltung zeigen, was Europa ausmacht: Menschen aus unterschiedlichen Ländern kommen in der EU zusammen und arbeiten gemeinsam daran, das Zusammenleben auf dem Kontinent besser und einfacher zu machen. All diese Errungenschaften dürfen wir in der jetzigen Krise nicht aufgeben”, so Fackler abschließend.