Junge Liberale Allgäu: Schulausfälle wegen Corona sind nicht das größte Problem für Abiturienten

Die aktuellen Unterrichtsausfällen aufgrund der Corona-Pandemie sind nach Ansicht der Jungen Liberalen Allgäu nicht das größte Problem für die angehenden Abiturienten, die derzeit ihre Prüfungen schreiben.
„Neben Unterrichtsausfällen und einer überforderten Digitalinfrastruktur in den Schulen stellt die Vergleichbarkeit der Abschlüssen eines der Hauptprobleme der Schülerinnen und Schüler dar.
Viele befürchten aufgrund der verschiendenen Anspruchsniveaus in den einzelnen Bundesländern, dass sie keinen Studienplatz in ihrem Traumfach bekommen, obwohl sie dafür bestmöglich qualifiziert sind”, so Maximilian Deffner (21), Kreisvorsitzender der JuLis Allgäu.
Denn Bildungspolitik sei in Deutschland immer noch Länderangelegenheit, weshalb in jedem Bundesland auch andere Abiturprüfungen geschrieben werden.
In diesen Prüfungen würden zwar ähnliche Themengebiete behandelt, die Schwierigkeit der Aufgaben variiere laut der FDP-Jugend jedoch stark.
„Spätestens, wenn es um die Vergabe von Studienplätzen geht, wird dieser Umstand zum Problem. Durch die unterschiedlichen Prüfungen kann unter den Abiturienten kaum ein fairer Wettbewerb entstehen”, so Kai Fackler (17) aus Memmingen, Mitglied der JuLis Allgäu, der aktuell sein Abitur am Bernhard-Strigel-Gymnasium schreibt.
Auch ein Umzug zwischen zwei Bundesländern kann ein einschneidendes Erlebnis in der Bildungsbiographie darstellen. Aus diesem Grund fordert die FDP-Fraktion im bayerischen Landtag ein einheitliches Abitur in den Kernfächern Mathe, Deutsch und Englisch auf hohem Niveau. Die Jungen Liberalen schließen sich dieser Forderung an: „Auf diese Weise könnte der Bildungsförderalismus ein sinnvolles und dringend notwendiges Update erhalten”, so Deffner abschließend.