Junge Liberale Allgäu: Der Jugend eine Stimme geben

Am vergangenen Dienstag trafen sich die Jugendparlamente Dietmannsried und Immenstadt sowie der erst kürzlich gegründete Jugendbeirat Oberstdorf auf Einladung der Jungen Liberalen Allgäu in Oberstdorf, um ein erstes Austauschtreffen unter den Gremien zu schaffen. Auch die FDP Oberstdorf war dabei, ebenso wie der Oberstdorfer Bürgermeisterkandidat Klaus King. Für den Vorsitzenden der Jungen Liberalen Allgäu sind Jugendparlamente eine wichtige Institution: „Junge Menschen orientieren sich nicht mehr zwangsläufig an Parteien. Durch ein Jugendparlament geben wir all denjenigen, die sich parteilich nicht binden, ihre Gemeinde aber dennoch mitgestalten möchten, eine Möglichkeit der Partizipation.“ Michael Munz vom Jugendparlament Dietmannsried referierte über den Aufbau des Jugend-Gremiums und den Projekten vor Ort. Das Jugendparlament dort habe sich drei Ziele gesteckt: Demokratieverständnis fördern, Vernetzung der Jugendlichen in der Gemeinde und diesen eine politische Stimme geben. Gerade für den im November neu gegründeten Jugendbeirat Oberstdorf sei der Austausch untereinander extrem wichtig, so berichten Dustin Tauscher und Patricia Weiser. Oliver Schwarz von der FDP war sich sicher, dass es nicht den einen richtigen Weg für ein Jugendparlament gebe, sondern dass die Jugendlichen jeder Gemeinde ihren eigenen Weg finden müssten. Bislang gibt es im Allgäu vier Jugendparlamente: Immenstadt, Sonthofen, Oberstdorf und Dietmannsried. Was aber ist, wenn sich junge Leute in Altusried oder in Waltenhofen engagieren wollen? Diese Frage stellte Landratskandidat Michael Käser und lieferte im selben Atemzug eine mögliche Lösung: „Ein Kreisjugendparlament könnte dieses Problem lösen. Jugendliche, die bislang noch nicht das Glück haben, dass ihre Gemeinde ein solches Gremium anbietet, können hier als kreisunmittelbare Mitglieder fungieren“, so der 27 Jährige Oberallgäuer. Der Oberstdorfer Bürgermeisterkandidat Klaus King zeigte sich über das Engagement und die Leidenschaft der vielen jungen Leute begeistert: „Es ist klasse, wie die Jugend ihre Heimat mitgestalten möchte. Solche Jugendgremien müssen noch mehr gefördert werden und zur Chefsache bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern werden.“ Dass ein Jugendgremium vor allem dann funktioniere, wenn der oder die Bürgermeister/in dahinter stehe, haben die jungen Leute allesamt beobachten können. In Immenstadt beispielsweise gäbe es auch Gegenwind, was die Arbeit der jungen Menschen erheblich erschwere. „Auch in Kempten kämpfen wir seit Jahren gegen Windmühlen. Das ist sehr schade und zeigt, dass Oberbürgermeister Kiechle der Jugend wenig zutraut“, kritisiert Bezirksrätin Daniela Busse. Geplant ist, dass sich die verschiedenen Jugendorganisationen nun jährlich zu einem Austausch treffen. „Und wer weiß, vielleicht gibt es nächstes Jahr das ein oder andere Jugendparlament mehr“, so Maximilian Deffner abschließend.

v.l.n.r. Christoph Breher, Orlando Maier, Roman Boss, Michael Käser, Daniela Busse, Maximilian Deffner, David Boi, Oliver Schwarz, Patricia Weiser, Michael Munz, Klaus King, Hannes Kobuch