Fridays for future – das Engagement muss anders gebündelt werden

Die Jungen Liberalen Allgäu stehen den wöchentlich stattfindenden Demonstrationen für mehr Klimaschutz kritisch gegenüber. „Selbstverständlich ist es ein tolles Zeichen, wenn junge Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. Das ist für unsere Demokratie wichtig und richtig. Statt dafür aber die Schulpflicht zu verletzen, wäre es besser, die jungen Menschen würden ihr großartiges Engagement in Parteien, Jugendorganisationen, Verbänden oder Projekten bündeln. Zudem muss der Klimaschutz im Schulplan verankert werden. Ein Fehlen während der Schulzeit ist jedoch nicht zielführend und die Konsequenzen dafür müssen getragen werden“, ist Maximilian Deffner, Vorsitzender der JuLis Allgäu, überzeugt. Die Aussage des Parteichefs Christian Lindner, wonach Klimaschutz etwas für Profis sei, wurde nach Ansicht der Jugendorganisation zudem medial teilweise sehr undifferenziert betrachtet. Natürlich kann jede und jeder im Alltag umweltbewusst handeln, die großen Weichenstellungen jedoch kommen aus der Wissenschaft, die durch neue Technologien den entscheidenden Beitrag liefern müssen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sich diese Dynamik leicht im Sinne von Verbänden und/oder Parteien instrumentalisieren lässt. „Wir müssen uns ab jetzt sachlich, nicht ideologisch mit den besten Wegen zur Erreichung der Klimaschutzziele auseinandersetzen“, so ist sich Michael Käser, Schatzmeister der JuLis, sicher. Abschließend meint Daniela Busse, Pressesprecherin der Jugendorganisation und Bezirksrätin: „Wir sollten aufpassen, dass hier nicht Klimapolitik gegen Bildung ausgespielt wird.“